25.11.2020

5-Achs CNC in München angekommen


die neue CNC an ihrem Platz

Fast 5 Jahre nach der ersten Idee, in moderne C-Technik für die berufliche Ausbildung zu investieren, ist die neue Anlage in München angekommen und einsatzbereit. Die Münchner Innung wurde aber nicht von dem Motto „haben ist besser als wollen“ angetrieben. Ziel der Beschaffung mit Hilfe von Mitteln aus dem Sonderprogramm „ÜBS-Digitalisierung“ war, die Zusammenarbeit der dualen Partner zu vertiefen. Sie eröffnet z.B. die Möglichkeiten, den TSM 3 als gemeinsames Projekt mit der Berufsschule durchzuführen. Hier kann dann von den vorgegebenen Werkstücken abgewichen und ein eigenes Projekt entwickelt werden. Auch im Oberflächenkurs findet die C-Technik zukünftig vermehrt Anwendung, innerhalb des Rahmens der festgelegten Unterweisungspläne.
Hierfür wurde die neue CNC-Anlage nicht isoliert betrachtet und beschafft. Stück für Stück wurde zunächst die digitale Umgebung erneuert und ein sicherer und stabiler Server aufgesetzt. Auf diesem laufen nun verschiedene CAD Programme unterschiedlicher Anbieter und mehrere Steuerungssysteme, die jetzt auch eine Übergabe der fertigen Programme vom Maschinenhersteller A zum Hersteller B ermöglichen. Neben der mit der Maschine verbundenen, produktspezifischen Software, setzt die Innung hier nun zukünftig auf das herstellerübergreifend einzusetzende NC Hops, das auch in der Münchner Berufsschule eingesetzt wird.
Außerdem, und hier liegt die größte Herausforderung, ist die Innung an einem Forschungsprojekt der TU Dresden beteiligt. Unter der Leitung des Senior-Prof. Dr. Hermann Körndle wird im kommenden Jahr ein Pilotkurs an der CNC entwickelt. Beispielhaft soll hier gezeigt werden, wie unter Einsatz von KI-unterstützten Plattformen, Lehrinhalte einfach in Schulungen eingearbeitet werden können, die dann als Fortbildung mit deutlich reduzierter Präsenzzeit angeboten und begleitet werden sollen.