04.02.2020

Neue 5- Achstechnik für die Ausbildungswerkstatt

was lange währt wird endlich gut

so wird die neue Maschine aussehen

der Geschäftsführerder Innung bei der Bestellung der neuen Anlage

Die CNC-Maschine der Innung ist in die Jahre gekommen. Angeschafft mit dem Einzug in das Fritz-Hammerl-Haus hat die „alte Dame“ inzwischen 18 Jahre auf dem Buckel. In dieser Zeit hat sich einiges getan. Technisch ist die Entwicklung jetzt an einem Punkt angekommen, an dem wohl nicht mehr viel passiert. Die Programme sind besser auf die Nutzer eingestellt und alle fünf Achsen sind für die Schreiner erschlossen. Die Visualisierung über die Simulationen ist nahezu perfekt darstellbar und macht auch abstrakte Arbeitsschritte begreifbar. In den Schreinereien selbst hat die Technik in der Breite Einzug genommen und kaum ein Betrieb hat sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt. Aus diesen Gründen hat der Vorstand der Innung München vor einigen Jahren den ambitionierten Plan gefasst, nach fast zwei Jahrzenten wieder aufzurüsten. Bereits 2016 wurde man auf Förderprogramme aufmerksam und die Idee des Austausches wurde Schritt für Schritt konkretisiert. Im Herbst 2019 erreichte die Innung dann die Förderzusage des Bundesinstituts für berufliche Bildung. Die Behörde bestätigte die Unterstützung im Rahmen eines Förderprogramms zur Digitalisierung in der überbetrieblichen Ausbildung im Handwerk, bei einer sensationellen Förderquote von 90% der Investitionssumme. So wurde noch in 2019 eine bundesweite Ausschreibung veröffentlicht und Anfang 2020 konnte dann der Zuschlag erteilt werden. Jetzt gibt es bereits den Liefertermin im Frühjahr 2020 und die Mitarbeiter der Innung sind in die Schulungen eingeplant. Die zusätzlichen Fortbildungen, angeboten für Azubis, Gesellen und Meister der Münchner Betriebe sind jetzt bereits in der Planung und werden Anfang 2021 ins Programm kommen. Wichtig war der Innung, dass die Technik angeboten werden kann, sowohl in der fakultativen Fortbildung als auch in den laufenden Kursen. Hier ist eine engere Verzahnung mit der Berufsschule angedacht, im Rahmen derer die Azubis Projekte aus dem Unterricht dann in die Oberflächen- und Maschinenkurse einbinden sollen. Eine Einführung verpflichtender Kurse der Azubis strebt die Innung dagegen nicht an. Hier wird weiter auf das System der Vermittlung der Basisinhalte über die Schule gesetzt. Das Angebot der Innung soll zukünftig lediglich Berührungsängste abbauen und den Zugang zur allgegenwärtigen Technik erleichtern. Die CNC-Maschine aus dem aktuellen Bestand würde die Innung am liebsten an ein Mitglied übergeben. Diese werden in Kürze zum Thema angeschrieben und gebeten, ihr Interesse anzumelden.

Den aktuellen Fortschritt und die Chronik von der Idee zur Umsetzung können Sie im Blog verfolgen