09.10.2018 Kategorie: Innung München

Große Freisprechung in München

101 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen

Alle Absolventen auf der Bühne

Innungssiegerin Viviana Noris mit Obermeister Werner Plaschke und Ausbilder Walter Schrödl

Das Gesellenstück der Innungssiegerin

Sieger der Guten Form, Fabian Matella mit Jury-Vorsitzendem Günter Schrägle und Obermeister Werner Plaschke

Das Siegerstück zur Guten Form

Eine besondere Freisprechung konnte die Schreinerinnung München im September feiern. Erstmals seit über 15 Jahren wurde die Marke der 100 Absolventen wieder überschritten. Die Entwicklung dort hin zeichnet sich seit einigen Jahren ab. Auch für 2018 wurde mit über 100 neuen Ausbildungsverträgen bis zum 1. September bei den Schreinern und Fachpraktikern für Holzverarbeitung erneut eine Höchstmarke gesetzt. Laut der Münchner Innung sind viele Faktoren für diese Entwicklung verantwortlich. Zum einen investiert man in München, gemeinsam mit dem Fachverband für Schreinerhandwerk in Bayern und der Handwerkskammer viel Zeit und Engagement in die Ausbildungswerbung und zum anderen wurde die Ausbildung von Seiten der Innung in den vergangenen Jahren ständig verbessert. Die Betriebe werden - vor allem beim ersten Lehrling - besonders betreut und die Gestaltung der überbetrieblichen Lehrgänge wurde modernisiert. Dazu kommt die gute Auftragssituation in München, die den Betrieben die Entscheidung leicht macht, einen weiteren Azubi einzustellen. Auch für den aktuellen Ausbildungsstart hat sich die besonders aktive Innung in München etwas ausgedacht. In Zusammenarbeit mit zwei Partnern aus dem Zuliefererbereich erhält jeder Berufsanfänger im Gewerk ein kostenloses Fachbuch von der Innung.
Dass sich das Engagement auszahlt, belegen die Fakten. Frei gesprochen wurden im September in München vor 280 Gästen insgesamt 88 Schreinerinnen und Schreiner und 13 Fachpraktiker/innen. Besonders aufgefallen ist hier die Internationalisierung der Prüfung. Prüflinge aus 14 Nationen waren angetreten und auch unter den Preisträgern gab es ein breites Spektrum. Innungssiegerin wurde die Italienerin Viviana Noris aus der Schreinerei Schrödl, natürlich einem Mitgliedsbetrieb der Innung. Mit 23 weiblichen Prüflingen war auch dieser Anteil wieder erfreulich hoch. Bemerkenswert ist die Leistung der ehrenamtlichen Prüfer in München. Mit rund 70 Mitgliedern und Vertretern im Ausschuss konnten unglaubliche 1075 Stunden aufgewendet werden, um alle Prüfungen im Jahr 2018 reibungslos abwickeln zu können.
Sieger bei Der Guten Form, unter der Leitung des Innungsvorstands Günter Schrägle, wurde in diesem Jahr Fabian Matella von der Schreinerei Vogl in München. Er setzte sich mit seinem Sekretär gegen 15 andere Bewerber durch und vertritt die Münchner Innung nun im Landeswettbewerb.