15.11.2018 Kategorie: Editorial, Innung München

Großer Wurf beim Ratscherabend bei Graf Dichtungen

Fachbücher für alle Berufsstarter in 2018

Dr. Rolf Engelhard (l.), und Manfred Forster (Inntaler, r.) übergeben die ersten Holzfibeln an den stellv. Obermeister Michael Bayer (m.)

Catrin Graf bei der Führung in ihrem Standort in München

Obermeister Werner Plaschke übergibt die Lehrersätze der Holzfibel an die Berufsschulen

Ein ganz besonders Thema bot der Ratscherabend der Innung München im November. In ihrer zweiten jährlichen Mitgliederversammlung werden die Mitglieder im Turnus entweder in die Schreinerei einer Kollegin oder eines Kollegen eingeladen, oder sie treffen sich, wie in diesem Jahr, bei einem der derzeit 49 Schreinerpartner der Innung. Gastgeber war im November die erfolgreiche Unternehmerin Catrin Graf in ihrem Ladengeschäft im Münchner Westen. Die Traditionsfirma Graf Dichtungen besteht schon seit mehreren Generationen und ist täglicher Treffpunkt vieler Schreiner, auf dem Weg auf die Baustellen in München. Frau Graf lebt ihre Aufgabe, alle Handwerker direkt oder Online - auch mit Kleinstmengen von Dichtungen  - zu versorgen. In den repräsentativen Räumen ihres Geschäfts trafen sich so also im November die Mitglieder, Partner und Berufsschullehrer in München zum Austausch. Das Hauptthema der Gespräche war eine Schreinerpartneraktion in München. Gemeinsam mit der Engelhardgruppe ist es der Innung gelungen, was knappe Mittel in der beruflichen Bildung in München bisher verhindert hatten: Jeder Azubi mit Ausbildungsstart in diesem Jahr, erhält über seinen Ausbildungsbetrieb ein Fachbuch zur Begleitung seiner Ausbildung. Die Holzfibel, die zuvor durch die Lehrer geprüft und für gut befunden wurde, übergibt die Engelhard Gruppe in der Regel in kleinen Stückzahlen an Kunden. In Zusammenarbeit und unter finanzieller Beteiligung der Innung wurden für 2018 aber erstmals größere Stückzahlen geordert und ganz gezielt an alle Betriebe übergeben, die auch im Herbst 2018 wieder Auszubildende eingestellt hatten. Der Hintergrund ist, dass in den beruflichen Schulen in München zwar Klassensätze an Fachbüchern vorhanden sind, diese aber nicht an die Berufsschüler ausgegeben werden können.  In München war man der Meinung, dass gute theoretische Kenntnisse auch die Nacharbeit zu Hause erfordern und konnte die beteiligten Partner schnell für die Idee gewinnen. Positiver Nebeneffekt der Aktion ist, dass mit allen Betrieben in Kontakt getreten wird und die positive Arbeit der Innung im Bereich Ausbildung für alle wieder einmal greifbar gemacht werden kann. Nun bewertet die Innung im Nachgang den Erfolg der Umsetzung, um dann für 2019 zu entscheiden, ob die Idee auch zum Ausbildungsstart 2019 fortgeführt werden soll.